Grazer Feuerwehren durchnässen Josef Hader

Montag, 07. April 2014
Dass im Film nichts so ist wie es scheint ist schon lange bekannt. Wie es allerdings hinter den Kulissen zugeht und wie die „Zauberei auf der Leinwand“ zustande kommt, konnten die Kameraden der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr Graz jetzt hautnah miterleben. Und nicht nur das: Die Feuerwehr war für sintflutartige Regenfälle auf Knopfdruck zuständig.

Bereits seit einigen Wochen finden in Graz die Dreharbeiten zum neuen Brenner – Film statt. Die erfolgreiche Krimireihe von Autor Wolf Haas hat bereits drei Streifen in die heimischen Kinos gebracht. „Komm, süßer Tod“, „Silentium“ und „Der Knochenmann“ erweckten die Geschichten rund um den Privatermittler Brenner, gespielt von Josef Hader, zum Leben.

Der vierte Teil, der nächstes Jahr in die Lichtspieltheater kommen wird, heißt „Das ewige Leben“ und führt den Hauptcharakter zurück in die Stadt seiner Jugend – Graz. Neben Josef Hader werden auch Tobias Moretti, Nora von Waldstätten und Roland Düringer im Film zu sehen sein, Regie führt erneut Wolfgang Murnberger.

Nachdem in einigen Szenen sintflutartige Regenfälle notwendig sind und das Wetter bekanntlich nicht bestellt werden kann, rückten die Freiwillige Feuerwehr Graz gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr aus, um für das nötige Nass von Oben zu sorgen. „Normalerweise ist die Feuerwehr da, um das Wasser bei starkem Regen abzupumpen. Einen so heftigen Guss selbst zu produzieren ist schon etwas seltsam“, waren sich die Florianis einig.

Neben dem Tanklöschfahrzeug der FF Graz mit 2.000 Liter und dem Waldbrandcontainer mit 6.000 Liter Wasserinhalt stand auch das GTLF der Berufsfeuerwehr mit 10.000 Liter „Regen“ zur Verfügung. Die Schläuche wurden von einem Kran in die Luft gezogen, um das Wasser aus einer Höhe von rund 40 Metern auf das Filmset prasseln zu lassen. Nach einer ersten Probe und einem „Wet-Down“, bei dem Straßenreinigungswägen der Holding Graz für eine Grundnässe auf der Straße sorgten, hieß es auch schon „Klappe... Und Action!“

Die Aufgabe von Simon Brenner alias Josef Hader war aus der ankommenden Straßenbahn auszusteigen und – durch den Regen – in einem Haus zu verschwinden.

Die anwesende Crew hatte sichtlich Spaß bei dieser doch sehr herausfordernden und aufwändigen Szene. Auch der Schauspieler Josef Hader nahm die kalte Dusche professionell gelassen und ließ sich mit Handtüchern wieder trocken legen. Dass im Film auch Details eine große Rolle spielen, fällt in folgendem Punkt wohl nur dem Grazer Publikum auf: Selbst der Name der Haltestelle wurde überklebt und geändert. Herr Brenner steigt eben nicht in der Eisteichgasse aus sondern ganz wo anders...

Nachdem die Dreharbeiten in Graz abgeschlossen sind, zieht die Crew weiter nach München, wo die restlichen Szenen gedreht werden. Bestaunt kann das Werk im Jahr 2015 werden – ein gemeinsamer Kinoausflug der Feuerwehr ist schon fixiert. Schließlich sind die „Special-Effects-Helfer“ schon neugierig auf ihre Arbeit und wie echt der künstliche Regen auf der Leinwand aussehen wird. Einziger Wehrmutstropfen dabei: Zu sehen wird die Feuerwehr im Film natürlich nicht sein. Sonst wäre der Zauber aufgeflogen.

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